Anti-Jagd-Training ohne Starkzwang

 

Bevor Sie weiterlesen, ein paar Worte in eigener Sache:

 

Gerade im Anti-Jagd-Training sind aversive Trainingstechniken weit verbreitet.

Hier gilt oft „Knöpfchen statt Köpfchen". Die Technik bietet eine große Vielfalt an Elektroschockhalsbändern, Sprühhalsbändern und sonstigen technischen Hilfsmitteln. In den seltensten Fällen werden diese recht fragwürdigen Hilfsmittel sinnvoll angewendet, wenn dies überhaupt möglich ist.

Allzu schnell wird auf diese Hilfsmittel zurückgegriffen, ohne ausreichend andere Trainingstechniken angewendet zu haben. Lernen braucht Zeit. Besonders bei angeborenen und tief verwurzelten Verhaltensweisen. Es ist sehr unfair dem Hund gegenüber, ihn  zu verängstigen, ihn zu erschrecken und ihm körperliche, sowie psychische Qualen zuzufügen.

 

Leider vermittelt die Werbung für solche Geräte und auch diverse Fernsehsendungen ein falsches Bild.

Oft ist die Rede von „leichten Stromstößen" oder „da kommt nur kalte Luft raus".

Viele Hunde werden durch den Einsatz solcher Geräte regelrecht traumatisiert.

 

Den Einsatz solcher Geräte, wie auch schmerzauslösenden Halsbändern, lehne ich nicht nur aus ethischen Gründen ab. Aus Erfahrung weiß ich, daß es viele andere Trainingstechniken gibt, mit denen man das problematische Jagdverhalten von Hunden in kontrollierbare Bahnen lenken kann!

 

§1 Tierschutzgesetz

Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

 

 

Jagen liegt in der Natur des Hundes. Im Anti-Jagd-Training geht es darum, das unerwünschte Jagdverhalten umzulenken. Dabei spielt die Aufmerksamkeit des Hundes eine große Rolle. Der Hund reagiert auf bestimmte Reize, ob er will oder nicht. Die Aufmerksamkeit ist dabei wie ein Scheinwerfer, der sich auf den Bereich der Umwelt richtet, der für den HUND relevant ist. Im Gehirn wird dann in sekundenschnelle entschieden, welches Verhalten folgen soll.

 

Hier setzt das Training an. Wir lenken die Aufmerksamkeit des Hundes um und bieten ihm eine alternative Möglichkeit, sein angeborenes Verhalten kontrolliert auszuleben. Das Training konzentriert sich auf das Erkennen von Auslösern und das Wissen um das Jagdverhalten des eigenen Hundes. Denn auch hier gibt es nicht nur rassebedingte Unterschiede.

Wir erarbeiten zusammen ein Trainingskonzept, das auf Ihren Hund, auf Sie und auf Ihren Alltag zugeschnitten ist.